Was ist geschehen?

Im Verlauf der letzten Wochen war an der untersten Spitze der Verlierer im US-Aktienmarkt der Gesundheitssektor. Was ist dort das Problem?

Was ist wichtig?

Grundsätzlich

Auf der einen Seite werden Medizin und Gesundheitswesen niemals ungefragt sein – unabhängig vom Zustand der Wirtschaft. Den Federal Centers for Medicare and Medicaid Services (CMS) zufolge werden in den USA 18% vom Bruttoinlandsprodukt hierfür ausgegeben. Die zunehmend älter werdende Bevölkerung erlaubt zudem Spekulationen, dass dieser Prozentsatz noch weiter ansteigen wird.

Für Investoren

Der Grund für den kürzlichen Einbruch der Aktien in betreffender Branche  war rein politisch. Der demokratische Senator Bernie Sanders erneuerte seinen Vorschlag zur „Medizinischen Versorgung für alle“ und bekam dafür Zuspruch von weiteren Demokraten. Der Vorschlag impliziert eine universelle Krankenversicherung, die vom Staat und dem Steuerzahler finanziert bzw. geleitet wird. Auf den Punkt gebracht bedeutet eine Einführung eine geringere Bedeutung der privaten Krankenversicherungen. 

Zu diesem Zeitpunkt sind die Chancen für die Einführung von „Medicare for All“ nicht all zu groß. Viele prominente Demokraten unterstützen den Vorschlag nicht und private Krankenversicherungen werden höchstwahrscheinlich ebenso dagegen vorgehen.

Die Debatte wird vor der Wahl 2020 allerdings noch einige Male auftauchen und Bernie Sanders ist momentan Spitzenkandidat der Demokraten. Die Entwicklung des Gesundheitssektors in den Staaten bleibt also weiter spannend und wichtig zu verfolgen.
Das politische Umfeld mag zwar kurzfristig belasten, langfristig steht es aber sehr gut um die Papiere des Gesundheitssektors.

Für Trader

Die Aktie der United Healt Group (UNH), dem landesweit größten Versicherer, leidet unter dem größten Risiko. Zur gleichen Zeit sehen die fundamentalen Daten des Konzerns sehr gut aus: Der Profit stieg im ersten Quartal um 22%. Sollte sich das politische Umfeld erhellen und die Risiken verschwinden, wird dieses Unternehmen sehr interessant. Technisch gesehen brach die Aktie der United Health Group letzte Wochhe die Unterstützung eines Dreiecks nach unten und hielt sich unterhalb des 100-Wochen-MA (233,60$) auf.

Eine Rückkehr über die 240$-Marke wäre notwendig, um die Käuferseite zu stärken. Unterstützung findet sich momentan noch bei 212,50$ und 208,30$.

The weekly chart of UnitedHealth Group Inc.
The stock of the United

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