Einleitung

Dieser Artikel ist für diejenigen, die sich für Trading interessieren aber noch keine großen Schritte in die Richtung unternommen haben.

Bist Du am Trading interessiert, weißt aber einfach nicht wie Du anfangen sollst? Oder hast Du bereits begonnen, suchst aber noch nach dem richtigen Weg ein erfolgreicher Trader zu werden? Wenn das auf Dich zutrifft, dann lies weiter. Dieser Artikel ist für Dich geschrieben.

Die meisten Leute der jüngeren Generation haben den Begriff „Trading“ oder „Trader“ schon einmal gehört. Für manche geht dieser Begriff einher mit Geld und Profit – für andere mit Prestige und Erfolg und für wiederum andere bedeutet er Ziffern, Komplexität oder sogar Gier. Wahrscheinlich liest Du diesen Artikel weil Trading für Dich Geld, Erfolg und zumindest eine interessante Verdienstmöglichkeit bedeutet. In diesem Artikel werden wir Dir einige Schlüsselfragen stellen und helfen, sie zu beantworten sodass Du Deinen eigenen Weg zum Trader finden wirst. Dieser Artikel ist Teil einer Serie, die noch länger und ausführlicher wird. Sie zielt darauf ab, Themen für Beginner, Fortgeschrittene und Profis zu thematisieren, um Dir im Trading weiterzuhelfen. Behalte die Sektion „Traden lernen“ im Auge, für mehr Artikel wie diesen.

Ich habe diesen Artikel in 10 Teile aufgeteilt, die ersten sechs beginnen mit einer Frage und enden mit einer Diskussion/Antwort. Die letzten 4 werden eher praktischer Natur sein und Dir Tipps geben für das was Du brauchst, um loszulegen. Wir werden Themen behandeln wie „Ist Trading wirklich etwas für Dich?“, Dein Mindset, Deine Interessen und was gemacht werden muss, um anzufangen.

 

Teil 1: Ist Trading wirklich etwas für Dich?

Die wohl wichtigste Frage, die Du Dir stellen musst bevor Du mit etwas Neuem anfangen wirst: „Ist das wirklich etwas für mich?“. Denn wenn es nichts für Dich ist, verschwendest Du Deine Zeit damit etwas falsches zu verfolgen. Für manche ist die Antwort auf diese Frage „100% JA“. Für andere ist die Antwort etwas weniger simpel; vielleicht weiß man es einfach noch nicht so genau.

Wie auch immer Deine aktuelle Antwort gerade aussieht, wollen wir der Frage einmal auf den Grund gehen! Frage Dich zunächst, was der Hauptgrund dafür ist, dass Du Trader sein möchtest. Sei ehrlich zu Dir selbst. Ist es Geld? Prestige? Ist es, weil Du Trading interessant findest? Macht es Dir Spaß, komplexe Puzzles zu lösen? Hast Du Spaß daran, mit Zahlen zu jonglieren? Wenn Du nur am Trading interessiert bist, weil Du Reichtum und Ansehen möchtest, solltest Du Deine Entscheidung vielleicht überdenken. Natürlich sagt niemand, dass Du es nicht trotzdem schaffst – allerdings sind die Chancen höher, dass zu zu früh aufhörst weil Dir nicht gefällt, was Du tust.

Ich will an dieser Stelle festhalten, dass es beim Trading sehr wohl um Zahlen und tiefe Analysen geht. Wenn Dir diese Dinge überhaupt keine Freude bereiten, ist diese Karriere vielleicht nicht die richtige. Dennoch, ein analytisches Gedächtnis hilft zwar, wenn Du in der Schule aber schlecht in Mathe warst kannst Du das durch harte Arbeit und Disziplin sehr wohl ausgleichen.

Erfolgreiche Trader haben Qualitäten wie Geduld, ruhiges Gemüt, Disziplin, Konzentrationsfähigkeit, etc. Wenn Du eher ungeduldig und hitzköpfig bist, ist dieser Pfad vielleicht nichts für Dich. Oder aber Du bringst Dir langfristig Disziplin bei, wenn Du es dennoch willst.

 

Teil 2: Wie hoch ist Deine Risikotoleranz?

Wenn Du Dich für das Trading entschieden hast, ist die nächste Frage die nach Deiner Risikotoleranz. Tut es mehr weh, Geld zu verlieren als zu verdienen? Schmerzen Dich Verluste mehr, als Dich Gewinne erfreuen? Oder ist es andersherum? Das ist wichtig, denn es kann entscheidend für die Wahl deiner Handelsinstrumente sein. Nicht nur die Wahl Handelsinstrumente, sondern die des ganzen Tradingstils. Wenn Du zum Beispiel eher risikoavers bist, eignet sich ein langfristiger Handel mit Indizes und Anleihen, wenn Du hingegen eher risikoaffin bist, eignest Du Dich vielleicht für den täglichen Handel von Aktien, Futures und Optionen.

Grundsätzlich kann man sagen: Je risikotolleranter Du bist, desto kürzer kann der Zeitraum sein, in dem Du Dich aufhältst. Kurzfristig lassen sich auch riskantere und aggressivere Strategien anwenden. Diese kannst Du natürlich auch anwenden, wenn Du eher risikoscheu bist – allerdings verlierst Du dann leichter die Kontrolle und Dir bekommt die Achterbahnfahrt vielleicht weniger gut. Allerdings kennen viele Trader ihre Risikotoleranz nicht, ehe sie mit dem Trading begonnen haben.

 

Teil 3: Wie viel Freizeit hast Du?

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Eine weitere wichtige Frage die Du Dir stellen solltest ist: „Wie viel freie Zeit habe ich?“. Diese Frage ist von Bedeutung, denn sie wird Deine Investmentstrategie diktieren. Wenn Du zum Beispiel nur ein paar Stunden neben Deinen Verpflichtungen hast, könntest Du problemlos auf Tagesbasis handeln. Wenn Du allerdings maximal eine Stunde zur Verfügung hast, solltest Du eher über langfristiges Investieren in einen Index oder Fonds nachdenken.

 

Teil 4: Was macht Dir Freude?

Ähnlich zur Frage in Teil 2 richtet sich diese an Deine Komfortzone. Wenn Du zum Beispiel im Chaos aufblühst, könntest Du News handeln. Wenn Dir stetige Ausschüttungen über einen langen Zeitraum Freude bereiten, kannst Du mit weniger volatilen Anlagen handeln und über mittel- bis langfristiges Investieren nachdenken. Vielleicht genießt Du aber auch eine Mischung aus all dem? Die Antwort auf diese Frage kann Dir helfen, die richtige Richtung einzuschlagen.

 

Teil 5: Wo liegen Deine Interessen?

Wo liegt Deine Leidenschaft? Gibt es da etwas, das Dich richtig interessiert im Reich des Tradings? Vielleicht genießt Du ja die Makroökonomie mehr, als die mikroökonomische Analyse eines einzelnen Unternehmens? In diesem Fall kannst Du bevorzugt Anlageinstrumente wählen, die mehr auf den Gesamtmarkt anschlagen, als auf Einzelwerte. Zum Beispiel Anleihen, Zinsfutures oder sogar Rohstoffe. Oder ist es genau andersherum? Dann liegt es Dir vielleicht mehr, Aktien zu handeln. Vielleicht macht Dir ja Komplexität mehr Spaß als alles andere? Der Handel mit komplexen Derivaten, Swaps oder gar Swap-Optionen könnte dann der richtige Weg sein. Wenn Du eine Leidenschaft für IT und Softwareentwicklung besitzt, dann könnte algorithmisches Trading Dein Mittel der Wahl sein. Grundsätzlich ist die Anzahl der Kombinationsmöglichkeiten von Strategien und Instrumenten unbegrenzt. Während es in diesem Artikel zu weit führen würde sie zu besprechen, reicht es fürs Erste zu wissen was Dich näher interessiert, sodass Du diese Richtung verfolgen kannst.

 

Teil 6: Also gut, wo fange ich an?

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Die Antwort auf die Frage „Welcher Ort ist der beste, um zu beginnen?“ hängt maßgeblich von der Frage ab, wie viel Du bereit bist in Deine Ausbildung zu investieren. Erfolgreiche Trader werden nicht geboren, sie werden gemacht. Und mit gemacht meine ich selbst-gemacht. Sie investieren grundsätzlich eine Menge Zeit, Aufwand und auch Geld in ihre Skills und Ausbildung. Diese ist der absolute Schlüssel wenn es daran geht, ein erfolgreicher Trader zu werden. Wo es zwar keine Abkürzung auf dem Weg zum Trader gibt, kann man doch seine Lernkurve erheblich steigern. Eine Möglichkeit ist ein Mentor oder aber die Mitgliedschaft in einer Trading-Community. Tradimo bietet beide dieser Möglichkeiten an!

 

Teil 6.1: Entdecke Tradimo Premium

Wenn Du bereit bist, massiv in Deine eigene Ausbildung zu investieren, bietet Tradimo ein 1:1 Coaching an. Das ist ein sehr individueller Service, der genau auf Deine Bedürfnisse abgestimmt ist. Es ist kurz gesagt der beste und einfachste Weg, Traden zu lernen. Du kannst premium@tradimo.com kontaktieren, für mehr Information.

In Bezug auf die Mitgliedschaft einer Community bietet Tradimo einen Premium Mitgliedschafts Service an, der die folgenden Vorsprünge beinhaltet:

  • Nanodiplomas – Du hast Zugriff auf mehr als 70 Stunden exklusiver Premium-Onlinekurse die Dir helfen, ein erfolgreicher Trader zu werden. Mehr zu Nanodiplomas hier.
  • Zugang zu unser Signalgruppe. Wir haben ein 100,000 $ Echtgeldkonto eröffnet, das wir zur Demonstration von Trading nutzen. Da wir in Echtzeit Positionen eröffnen und die Signale in Echtzeit weitergeben, kannst Du diese kopieren. Im Juni alleine hatten wir 8 Gewinnertrades und einen Verlusttrade, die zusammenlaufen in einem Profit von 7,549.70$.
  • Premium-only-Webinare. Du hast Zutritt zu exklusiven Webinaren, die von von Top-Coaches veranstaltet werden.
  • Seperate Diskussionsgruppen in Deutsch, Englisch und Russisch.

Mehr über unseren Premium-Service kannst Du hier erfahren.

Abgesehen davon würde ich es aber nicht empfehlen, einen Abschluss im Bereich Finanzen/Wirtschaft zu erstreben nur um Dinge aus dem entfernten Umfeld Trading zu lernen. Das ist extrem teuer, zeitraubend und macht Dich nicht zu einem erfolgreichen Trader. Du brauchst spezifisches, professionelles Wissen über Trading und die Funktion der Märkte, um erfolgreich zu sein. Das kommt aus einer Kombination von Wissen, Erfahrung und Fähigkeiten.

 

Teil 7: Investiere in Dein Wissen

Gratuliere, denn das machst Du gerade! Lies Artikel, Bücher, sieh Dir qualitative Tradingvideos an, Kurse, Podcasts – all das wird Dir helfen Deine Perspektive zu erweitern und ein tiefergreifendes Verständnis über die Märkte zu erlangen. Ein guter Anfang ist unsere Artikelsammlung über die Finanzmärkte, oder die Lernen-Sektion (in der Du Dich gerade befindest).

Beginne den Finanznachrichten zu folgen und beginne zu überlegen, welche Märkte davon betroffen sein könnten. Sagen wir, die FED senkt die Zinsen. Versuche vorherzusehen wie das die Märkte beeinflusst und sieh Dir dann an, was tatsächlich passiert ist. Behalte Deine Trefferquote im Auge.

 

Teil 8: Investiere in Deine Erfahrung

Erfahrung ist wohl der wichtigste Bestandteil, wenn es ums Trading geht. Du kannst die richtigen Fähigkeiten mitbringen, Dir viel Wissen angeeignet haben aber ohne Erfahrung wirst Du beim Trading Geld verlieren. Die beste Lösung hierfür ist ein Trading-Demo-Account. Melde Dich an und beginne mit dem Handel, erspüre wie es Dir mit dem Handel auf verschiedenen Zeiteinheiten geht und denke tiefgründiger über die Märkte nach. Rate nicht einfach blind, wohin sich der Preis entwickeln wird. Versuche Deine Entscheidungen auf Systematik und Wissen zu stellen. Sei nicht demotiviert, wenn Du virtuelles Geld verlierst. Mehr als 90% der Trader verlieren Geld, wenn sie mit dem Trading beginnen.

Eine andere Option könnte sein, einen Job in einer Tradingfirma, einer Investmentbank oder einem Hedgefonds zu ergreifen. Das würde Deinen Erfahrungsschatz erheblich bereichern. Solche Posten sind allerdings hart umkämpft und schwer zu erreichen.

 

Teil 9: Investiere in Deine Fähigkeiten

Die meisten Investmentbanken, Hedgefonds und Tradingfirmen unterziehen ihre Einsteiger-Analysten einem psychometrischen Test. Der Grund hierfür ist schlicht, dass gute analytische Fähigkeiten mit einer guten Job-Performance einhergehen. Das gleiche gilt fürs Trading. Ein Daytrader zum Beispiel muss ein sehr spezielles Set an Fähigkeiten entwickeln, das ihm erlaubt unter Druck und in Kürze richtige und präzise Entscheidungen zu treffen. Für langfristige Investments braucht man besonders gute analytische Fähigkeiten, um die Richtung des Marktes langfristig vorherzusagen. Ein guter Anfang wäre also, verschiedene solcher psychologischer Tests zu durchlaufen um Deine Fähigkeiten in bestimmten Bereichen abzuklopfen. Das wird Dir helfen, Dein Handwerkszeug und Deine Fähigkeiten auszubauen.

 

Teil 10:  Der Zündfunke für’s Traden

Der letzte Abschnitt wird eine Starthilfe ins Trading sein. Er kann gelesen werden mit den Fragen im Hinterkopf: „Wie hoch ist meine Risikobereitschaft?“, „Wo liegen meine Interessen?“ und „Was genieße ich?“.

Also was genau beinhaltet Trading? Ein paar der Eigenschaften haben wir bereits angesprochen, ich würde sie allerdings gerne ein wenig mehr ausführen. Unterschiedliche Anlageinstrumente, Tradingstrategien, Anlagehorizonte, sie alle bestimmen die Qualitäten die nachher nötig sind, um zu traden. Grundsätzlich aber ist beim Trading Risiko involviert. Du solltest also komfortabel damit umgehen können, ein Risiko einzugehen. Des weiteren wirst Du Entscheidungen treffen müssen, für die du begrenzt Zeit hast – gleichsam musst Du aber geduldig und diszipliniert sein bzw. ein Gefühl für den Markt bekommen. Trading ist definitiv nichts für zaghafte Charaktere, Du wirst eine Menge emotionale Stärke und Belastbarkeit brauchen. Man wird leicht emotional erschöpft, nachdem man eine Serie wilder Schwünge des Marktes mitgemacht hat.

 

Teil 10.1: Fundamentale vs. technische Analyse

Vermögenswertanalyse ist eine Hauptbeschäftigung eines Traders. Grundsätzlich muss man auf dem neusten Stand des Marktverlaufes sein, um erfolgreich zu sein. Es gibt dann zwei Wege, den Markt zu analysieren: Fundamental und technisch.

Die fundamentale Analyse betrachtet Vermögenswerte von einer wert-orientierten Seite. Für Aktien zum Beispiel bedeutet das, dass man den wahren Wert einer Aktie versucht herauszufinden. Man versucht, die künftigen Einnahmen der Aktiengesellschaft vorherzusagen – das beinhaltet das Beobachten des Gesamtmarktes und das Analysieren von Statements der Firma. Bei Anleihen dreht sich alles darum, vorherzusagen in welche Richtung sich der Leitzins bewegt. Man entwickelt also eine eher makroökonomische Perspektive, unter der man Trends wie die Inflation, BIP, Arbeitslosenquote usw. beobachtet.

Die technische Analyse betrachtet den historischen Preisverlauf eines Instruments und leitet daraus Signale ab. Das beinhaltet die Suche nach Trends und Mustern sowie die Verwendung verschiedener technischer Indikatoren um zu bestimmen, wohin sich der Preis als nächstes bewegt. Der Hauptunterschied liegt darin, dass die primäre Informations- und Analysequelle der Preis selbst ist, nicht die fundamentalen Daten einer Aktie oder der Wirtschaft. Die meisten Trader verwenden einen Candlestickchart, da er ausreichend Informationen über den bisherigen Preisverlauf zur Verfügung stellt.

Mit diesen unterschiedlichen Analyseformen im Hinterkopf sowie ein wenig Erfahrung kannst Du absehen, wohin Du am ehesten passt. Manche Trader blicken nur auf fundamentale Daten, manche nur auf technische und wiederum andere kombinieren das beste aus beiden Welten. Es liegt an Dir herauszufinden, wohin Du am besten passt. Höre dabei auf Deine Stärken, Deine Schwächen, Interessen und auch Dein Herz.

 

Zusammenfassung

Wir haben diesen Artikel begonnen mit einer Reihe an Fragen. Diese richten sich an Deine Persönlichkeit, Deine Ziele, Deine Komfortzone und Deine Interessen. Anschließend haben wir spezifische Themen besprochen, an denen Du nun beginnen kannst zu arbeiten. Der Knackpunkt liegt in der Brücke zwischen diesen beiden Elementen. Nachdem Du herausgefunden hast was Dir liegt, ist es an der Zeit die Ärmel hochzukrempeln und sich die Hände schmutzig zu machen. Nur so kannst Du die Einstiegsfragen aus der Praxis heraus beantworten. In der Realität wirst Du nämlich niemals wissen, welcher Tradertyp Du bist – ohne es ausprobiert zu haben. Mein abschließender Ratschlag ist also folgender:

Behalte die Fragestellungen dieses Artikels im Hinterkopf und experimentiere in der Praxis. Beobachte, was Dir selbst am meisten liegt und Freude bereitet, dann bist Du auf einem guten Weg ein erfolgreicher Trader zu werden, eine Strategie zu entwickeln und so ein Einkommen zu erzielen.