Stop Hunting

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    Stop Hunting (dt. „Stop-Loss-Jagd“, engl. auch „stop runs“) bezeichnet eine Situation, in der bestimmte Marktteilnehmer versuchen, den Kurs eines Assets so zu beeinflussen, dass er auf ein Niveau steigt oder fällt, wo andere Marktteilnehmer ihre Stop-Losses platziert haben.

    Sobald der Kurs das entsprechende Niveau erreicht, werden die Stop-Losses ausgelöst und die Volatilität steigt. Dadurch können sich Trading-Gelegenheiten für einige Investoren ergeben, da sich die Kursbewegung auf diese Weise verstärkt und diejenigen, die in die richtige Richtung traden, höhere Profite machen können.

    Wie funktioniert Stop Hunting in der Praxis?

    Wenn z. B. die Aktien eines Unternehmens $100 wert sind und der Kurs aller Voraussicht nach weiter steigen wird, werden viele Trader die Aktie kaufen und den Stop-Loss genau unter $100 platzieren.

    Wenn der Kurs jedoch fällt und diese Stop-Losses ausgelöst werden, führt die große Menge an Verkaufs-Orders dazu, dass der Kurs sogar noch weiter fällt.

    Marktteilnehmer, die wissen, wo sich diese Stop-Losses befinden, und gleichzeitig in der Lage sind, die Kursrichtung zu beeinflussen, könnten daher eine große Anzahl der entsprechenden Aktien verkaufen, um den Kurs zu schwächen, dadurch die Stop-Losses auszulösen und anschließend von der Abwärtsbewegung zu profitieren.

    Wenn es zu Stop Hunting kommt, steht meistens ein großes Finanzinstitut dahinter, welches die Marktrichtung beeinflussen kann.

    In folgender Lektion kannst du mehr über Stop-Losses erfahren: