Martingale-System

    0
    Einfach ausgedrückt verdoppelt ein Trader unter dem Martingale-System jedes Mal, wenn er ein Verlustgeschäft macht, seine Positionsgröße.

    Der Grundgedanke ist: wenn der Trader irgendwann endlich ein Gewinngeschäft abschließt, ist der Gewinn groß genug, um alle vorherigen Verluste auszugleichen und die ursprüngliche Investition profitabel zu machen.

    Funktioniert es?

    Beim Martingale-System wird nicht berücksichtigt, dass der Trader eine längere Verluststrähne erleben kann – ein durchaus reelles Risiko. In diesem Fall würde jedes Verlustgeschäft den vorherigen Verlust nochmals verdoppeln, bis schließlich das Trading-Konto des Traders völlig leer ist.

    Tatsächlich kann das Martingale-System in der Realität nur funktionieren, wenn der Trader unbegrenzt Mittel zur Verfügung hat. Es ist nicht vorherzusehen, wann endlich ein Trade Gewinn erzielt. Jedoch hat praktisch niemand unbegrenzt Mittel zur Verfügung. Das Martingale-System ist eine extrem riskante Tradingstrategie. Von ihrer Anwendung ist abzuraten.

    Lerne mehr über Risikomanagement und richtiges Money Management:

    Was ist das Anti-Martingale-System?

    Im Gegensatz zum herkömmlichen Martingale-System verdoppelt ein Trader beim Anti-Martingale-System seine Positionsgröße nach einem Gewinngeschäft beziehungsweise halbiert sie nach einem Verlust.

    Bei diesem System wird davon ausgegangen, dass das Erhöhen von Positionsgrößen während einer Gewinnsträhne weniger Risiko beinhaltet. Der Trader kann eine Gewinnsträhne voll ausnutzen und begrenzt den Verlust während einer Verluststrähne.

    Hier wird jedoch das Risiko außer Acht gelassen, dass unmittelbar nach einem Gewinngeschäft ein extrem hoher Verlust möglich ist.

    Das Anti-Martingale-System wird auch „Reverse-Martingale-System“ oder „umgekehrtes Martingale-System“ genannt.