MACD

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    Der MACD (Moving Average Convergence/Divergence, dt. Konvergenz/Divergenz des gleitenden Durchschnitts) ist ein technischer Indikator, anhand dessen ein neuer Trend festgestellt werden kann. Er zeigt die Beziehung zwischen drei gleitenden Durchschnitten an.

    Der MACD wird genutzt, um Umkehrungen der Kursbewegung zu ermitteln. Außerdem wird damit bestätigt, in welche Richtung der Kurs sich bewegt. Die MACD kann sowohl als Trendfolger als auch als Oszillator fungieren.

    Der MACD besteht aus vier Hauptkomponenten. Diese werden in Verbindung miteinander genutzt, um Signale zu ermitteln.

    (1) MACD-Linie
    (2) Signallinie
    (3) Histogramm
    (4) Nullinie

    Die Komponenten leiten sich aus der Beziehung zwischen drei verschiedenen gleitenden Durchschnitten her:

    • Exponentieller gleitender Durchschnitt für 26 Perioden
    • Exponentieller gleitender Durchschnitt für 9 Perioden
    • Exponentieller gleitender Durchschnitt für 12 Perioden

    26, 9 und 12 sind die Standard-Einstellungen für den MACD-Indikator.

    Ermittlung der MACD-Linie, Signallinie und des Histogramms

    MACD-Linie:12-Perioden-EMA — 26-Perioden-EMA
    Signallinie:Der 9-Tages-EMA der MACD-Linie
    Histogramm:MACD — Signallinie

    Wie der MACD interpretiert wird

    MACD-Linie und Signallinie überkreuzen sich

    Die Signallinie bewegt sich langsamer als die MACD-Linie. Eine Kreuzung dieser beiden Linien zeigt geändertes Momentum an:

    (1) Kreuzt die MACD-Linie unterhalb der Signallinie, zeigt dies Momentum zur Unterseitehin an.
    (2) Kreuzt die MACD-Linie oberhalb der Signallinie, zeigt dies Momentum zur Oberseite hin an.

    Sowohl die MACD- als auch die Signallinie kreuzen die Nulllinie:

     

    (1) Wenn die Signal- und die MACD-Linie sich oberhalb der Nulllinie kreuzen, verstärkt sich das Momentum der Kurstendenz nach oben hin.

    (2) Kreuzen sie sich unterhalb der Nulllinie, wird stattdessen das Momentum der Kursbewegung nach unten hin stärker.

    Histogramm im Verhältnis zur Nulllinie

     

    Im Histogramm wird der Abstand zwischen MACD- und Signallinie gemessen. Das zeigt auf, wann Signal- und MACD-Linien konvergieren oder divergieren und liefert so Signale für bevorstehende Crossovers:

    (1) Liegt das Histogramm unter der Nulllinie, befindet sich die MACD-Linie unter der Signallinie. Das deutet auf ein Momentum der Kursbewegung nach unten hin.
    (2) Kreuzt das Histogramm die Nulllinie, kreuzen sich MACD-Linie und Signal, was auf ein sich umkehrendes Momentum der Kursbewegung hindeutet.
    (3) Liegt das Histogramm über der Nulllinie, befindet sich die MACD-Linie über der Signallinie. Das deutet auf ein Momentum der Kursbewegung nach oben hin.

    Mehr über den MACD und technische Analyse

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