Leverage

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    „Leverage“ (engl. Hebelwirkung) ist ein Mittel zur Steigerung deiner möglichen Rentabilität aus einer Investition, indem ein Kapitaldarlehen oder andere handelbare Instrumente wie Margen, BondsOptionenoder Futures (engl. Terminkontrakte) verwendet werden.

    Der Leverage-Ansatz erlaubt es dem Trader, eine viel größere Position mit einem kleineren Konto als ohne Leverage zu kontrollieren.

    Ein Forex Broker kann gewissermaßen Kapital an einen Trader „verleihen“, der somit eine weit höhere Position eröffnen kann als er es ohne Leverage tun würde. Leverage spielt eine zentrale Rolle beim Money Management.

    Leverage beim Traden

    Ist der Einsatz des Leverage Teil deiner Strategie, was bei den meisten Tradern der Fall ist, ist es wichtig zu beachten, dass dieser Ansatz nicht nur deine Gewinne vergrößert — er wird deine Verluste steigern, wenn sich der Markt gegen dich wendet.

    Dein Leverage hängt vom Volumen der einzelnen Trades ab, die du in Relation zu deinem Eigenkapitalkonto tätigst, und von nichts anderem, solange du nicht das vom Broker erlaubte Maximum Leverage überschreitest.

    Ein Beispiel: wenn ein Broker ein Leverage von 100:1 anbietet, kann der Trader einen Standard-Lot von 100.000 Dollar mit nur 1.000 Dollar kaufen.

    Das bedeutet, dass ein Trader mit jedem Pip traden kann, der bei mehr als 10 Dollar liegt und 100 Dollar mit nur 10 Pips gewinnen kann. Ohne Leverage bräuchtest du 100.000 Dollar, um das gleiche Resultat zu erreichen.

    Andere Anwendungsformen des Leverage

    Leverage ist der Begriff, um den Schuldenbetrag zu beschreiben, den eine Firma aufwenden kann, um ihre Expansion zu finanzieren. Dies können Projekte, Vermögenswerte oder andere betriebliche Tätigkeiten sein. Fremdkapital ist für viele Firmen der günstigere Weg um ihr Wachstum zu sichern, doch er bringt offensichtliche Risiken mit sich. Die Alternative wäre, ihr Kapital durch neue Aktienausgaben zu erhöhen. Firmen mit einem höheren Verschuldungsgrad, also dem Verhältnis von Fremd- zu Eigenkapital, werden als „highly leveraged“ bezeichnet.

    Eine für fast jeden übliche Form des Leverage ist das Aufnehmen einer Hypothek, um sich ein Haus zu kaufen, da eine Hypothek normalerweise ein Darlehen irgendeiner Art mit sich bringt und sich dieses Darlehen vielleicht auf das zehnfache oder mehr des Gehalts des Kreditnehmers beläuft. Die Bank leiht dem Hausbesitzer z.B. 100.000 Dollar, welcher 20.000 Dollar pro Jahr verdient, damit er sich das Eigentum kaufen kann. Dies wäre ein Leverage Verhältnis von 5 zu 1. Der Hausbesitzer sieht das Geld nicht — die Bank bezahlt den Hausverkäufer ohne Umwege, während der Kreditnehmer das Geld über einen festgelegten Zeitraum an die Bank zurückzahlt, üblicherweise sind das 20 oder 25 Jahre. Leverage über eine Hypothek ist für die meisten Menschen die einzige Möglichkeit, sich einen Hauskauf leisten zu können.