Hegemonie

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    Was ist Hegemonie?

    Im historischen Kontext bedeutet Hegemonie die politische Vorherrschaft eines Landes oder Staates vor einem anderen (oder einer Gruppe von anderen).

    Allgemeiner beschreibt der Begriff ein hohes Maß an Einfluss, Macht oder Kontrolle über andere.

    Das Wort ist vermutlich von einem altgriechischen Begriff abgeleitet, der eine Allianz von Stadtstaaten unter einem leitenden Staat (dem „Hegemon“) beschreibt.

    Einfluss und Überzeugung

    Wenn ein mächtiges Land eine Gruppe weniger mächtiger Länder überzeugen kann, dass es vorteilhaft für sie ist, etwas zu tun, was aber tatsächlich den Interessen des mächtigen Landes dient, ist das ein Beispiel von Hegemonie.

    Ein hegemonischer Staat hat die Fähigkeit, das Verhalten anderer Staaten zu kontrollieren, und kann so weltweit die Politik zu seinen Gunsten beeinflussen.

    Bei einer Hegemonie geht es also darum, andere davon zu überzeugen, dass etwas ihren Interessen dient, anstatt sie mit Gewalt oder Einschüchterung zu etwas zu veranlassen.

    Dieses Konzept trifft auch in verschiedenen sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Bereichen zu, wenn beispielsweise eine soziale Klasse eine andere beeinflusst. Oft heißt es, die Reichen haben die Hegemonie über die Armen. Sie können ihren Reichtum nutzen, um verschieden Aspekte des gesellschaftlichen Lebens zu kontrollieren.