Eigenkapital

    0
    606

    Das Eigenkapital bezeichnet den Nettowert eines Unternehmens, d.h. was nach Abzug aller Verbindlichkeiten übrig bleibt. Dieser Rest zeigt den Anteil des Unternehmens, der von den Aktionären gehalten wird und wie das Unternehmen durch Stammaktien, Vorzugs aktienund andere Elemente finanziert wird.

    Das Eigenkapital kann direkt aus dem Investitionskapital der Aktionären stammen oder aus dem Nettoerlös, den das Unternehmen durch Reinvestition (auch als „Gewinnrücklagen“ bekannt) erzielt.

    Das Eigenkapital wird auch als „Gesellschaftskapital“, „gezeichnetes Kapital“ und „Nettowert“ bezeichnet.

    Mehr über finanzwirtschaftliche Kennzahlen erfährst du in folgender Lektion:

    Wie wird das Eigenkapital berechnet?

    Das Eigenkapital wird berechnet, indem die gesamten Verbindlichkeiten eines Unternehmens von seinen gesamten Aktiva abgezogen werden:

    Eigenkapital = Aktiva – Verbindlichkeiten

    Die Aktivseite umfasst sowohl das Umlaufvermögen (z.B. Cash Flow), als auch das Anlagevermögen (wie z.B. Grundstücke und Ausrüstung). Die Verbindlichkeiten beinhalten ebenfalls sowohl kurzfristige, als auch langfristige Verbindlichkeiten. Diese Rechnung ist eine relativ simple Methode, um den Nettowert eines Unternehmens zu berechnen.

    Alternativ kann das Eigenkapital berechnet werden, indem man das gezeichnete Kapital und die einbehaltenen Gewinne addiert und dann den Anteil der eigenen Aktien abzieht:

    Eigenkapital = Gezeichnetes Kapital + Einbehaltene Gewinne – Anteil eigener Aktien

    Diese Rechnung ist etwas komplizierter und setzt voraus, dass man die einbehaltenen Gewinne des Unternehmens herausfindet. Die eigenen Aktien sind Aktien, die das Unternehmen verkauft und dann zurückgekauft hat.

    Um das Eigenkapital eines Unternehmens herauszufinden, kannst du seinen aktuellsten Jahresbericht nutzen.