Start Traden lernen Drawdown durch Analyse überstehen

Drawdown durch Analyse überstehen

Drawdown verkraften

0
402
drawdown

Jeder Trader wird immer wieder mal einen Drawdown durchleben müssen. Entscheidend ist, wie man damit umgeht. Wir wollen in diesem Artikel auf verschiedene Aspekte eingehen, um besser mit einem Drawdown umgehen zu können. So spielen die Ursachen, Verhaltensänderungen, das System und nicht zuletzt eine ausgiebige Analyse des Drawdowns und somit der letzten Trades eine wichtige Rolle.

Drawdown durch Veränderung des eigenen Tradings

Gerade bei Einsteigern entsteht ein Drawdown gar nicht durch die üblichen Marktbewegungen, sondern oftmals durch Fehler im eigenen Handeln. So sind 3 oder 5 Verlusttrades in Folge überhaupt nichts Unübliches, doch Einsteiger neigen in genau solchen Phasen dazu, noch mehr Trades zu machen oder das Risiko zu erhöhen, schlimmstenfalls sogar beides gleichzeitig. Ein solcher Drawdown ist selbst hervorgerufen und erfordert harte Arbeit am Mindset, denn die Ursache ist nicht systemisch oder Pech.

Grundsätzlich empfehlen wir immer nach einem glasklaren Regelwerk zu arbeiten, welches möglichst wenig Raum für Interpretationen lässt.

Drawdown durch eine Strategie

Zunächst einmal sollte man immer wissen, aus welchen Trades und Strategien der Drawdown kommt. Oftmals ist es nur eine der angewendeten Strategien, die den Gesamtdrawdown verursacht. Dieser wesentliche Aspekt muss nun genauer analysiert werden.

Jede noch so gute Strategie wird auch mal in einen Drawdown laufen. Aus genau diesem Grund ist es wichtig, jede Strategie vor Anwendung intensiv zu testen. Dies kann man entweder mit einer Software machen oder manuell. Wir raten zu einem Test von mindestens 100 simulierten Trades, wobei man idealerweise alle 3 Marktphasen abdeckt, also Aufwärts-, Abwärts und Seitwärtsmarkt, sofern die Strategie das Traden in allen Phasen erlaubt.

Ist bekannt, dass ein Drawdown bei einem festgesetzten Money Management einen Verlust von X% hervorrufen kann, kann man sich mental viel besser darauf einstellen und es als Bestandteil der Strategie akzeptieren.

Erreicht man beim Anwenden der Strategie das grenzwertige Level oder übersteigt dieses sogar, dann bedeutet dies nicht, dass der Backtest falsch war. Es kann immer passieren, dass sich die Vergangenheit nicht 1:1 fortschreiben lässt. Ist der maximal zu akzeptierende Verlust erreicht, sollte man schauen, ob sich die Bedingungen bzw. das Umfeld für die Strategie geändert haben und dadurch der Drawdown ausgelöst wurde. Ist dies der Fall, sollte man die Strategie entweder pausieren oder das Money Management anpassen.

In einigen wenigen Fällen, die sehr gut begründet werden müssen, kann man den überschießenden Drawdown auch aussitzen, da das aktuelle Marktumfeld eine sehr seltene Rahmenbedingung schafft, die sich bald wieder normalisieren wird. Besser und vorallem mental einfacher ist es sicherlich, die Anwendung der Strategie zu stoppen.

Korrelation als Ursache für einen Drawdown

Auch dies ist eher ein Fehler, der von Einsteigern begangen wird. Viele Trader wenden 2 oder mehr Strategien an und beachten dabei das jeweilige Money Management der einzelnen Strategien. Dabei fällt ihnen erst im Drawdown auf, dass beide Strategien eine hohe Korrelation zueinander aufweisen und somit der Gesamtdrawdown gepusht wird. Das Gesamtportfolio an Strategien sollte immer ein stimmiges Money Management haben.

Unser aktueller Drawdown und Analyse

Wir haben kürzlich einen relativ großen und heftigen Drawdown überstehen müssen.

15% Drawdown

In etwas mehr als einer Woche haben wir 15% abgeben müssen. Uns hat dies aber nie verunsichert oder an unseren Strategien zweifeln lassen. Ein Großteil der unrealisierten Verluste stammt vom zügigen Anstieg der Impliziten Volatilität. Wir haben mehrere Position und verschiedene Strategien, die diese Implizite Volatilität verkaufen. Uns ist das Risiko der Korrelation bewusst und wir nehmen es in Kauf.

Ausblick

Wir können nicht ausschließen, dass uns abermals ein Drawdown erwischt, der unter Umständen auch 20% erreichen könnte. Auch dann werden wir wieder eine gründliche Analyse durchführen und schauen, ob wir eingreifen oder das Risiko mit einem positiven Erwartungswert tragen wollen.

Webinar am Montag

Am kommenden Montag (14.9.) um 19 Uhr werden wir wieder ein Webinar für all unsere Premium Mitglieder durchführen. Schwerpunkt wird unsere VIX-Strategie sein und alle offenen Fragen werden selbstverständlich interaktiv beantwortet.