Worum geht es?

Die Bayer Aktie hat nach einer zweiten Verurteilung durch ein US-Bundesgericht 12% verloren. Demnach ist Bayers Herbizid Roundup krebserregend und das Unternehmen maßgeblich für die Erkrankung eines Rentners an Lymphdrüsenkrebs verantwortlich. Vergangenen Mittwoch starteten die Verhandlungen über das Ausmaß der Entschädigungen, die Bayer zahlen muss.

Warum ist das entscheidend?

Grundsätzlich

Letztes Jahr hat der deutsche Pharmakonzern Monsanto übernommen. den führenden Hersteller von genmodifiziertem Saatgut aus Amerika. Letztgenannter führ ein Produkt, das sich „Roundup“ nennt und Glyphosat enthält. Seit der Übernahme muss sich Bayer mit einer Klagewelle auseinandersetzen, die durch Glyphosat verursachte Schäden ins Rollen geriet. Laut CEO Werner Baumann hatte das Unternehmen 11,200 Fällen in den USA gegenüberzustehen – alleine im Februar. Die Geschichte klingt wie eine Warnung an Investoren die ihr Geld in Übersee anlegen und eine Erinnerung and die mächtige Gerichtskultur in Amerika.

Für Investoren

Die Bayer-Aktie ist nun 40% günstiger als vor dem Deal mit Monsanto. Ohne, dass Bayer die US-Gerichte von der Unbedenklichkeit der Produkte überzeugen kann – können die Strafzahlungen enorm ausfallen. Das Wort „krebserregend“ hat das Potenzial eine Menge Angst zu schüren und sich ein eine substanzielle Bedrohung für das Unternehmen und Investoren zu verwandeln.

Für Trader

Auf dem Tageschart hat die Aktie des Unternehmens eine große Abwärtslücke ausgeformt. In Reichweite stehen nun die Tiefs aus dem Dezember bei 58.80. Sollte diese Barrikade nicht halten, stünden der Aktie weitere Abverkäufe bis auf die Niveaus im Sommer 2012 bevor. Es sollte beachtet werden, dass solange die Verfahren laufen laufend Nachrichten erscheinen können, die die Aktie beeinflussen.

Bayer AG, monthly chart